Arvydas Kašauskas wurde 1959 in Vilnius geboren. Von 1977 bis 1982 studierte er Fresko und Mosaik an der Vilnius Academy of Arts.
„Die Qualität der Kunst bleibt eine Frage der Ambition und Integrität des Autors“, sagt Kašauskas. Einfach ausgedrückt, ist Kunst gut, wenn der Künstler sich kümmert und ehrlich bleibt.
Kašauskas wurde in der monumentalen Kunst ausgebildet – einer Disziplin, die sich auf Maßstab, Struktur und Beständigkeit konzentriert. Dieser Hintergrund prägt noch heute seine Arbeit. Er betrachtet Malerei nicht als einfache Darstellung, sondern als Konstruktion: Jedes Stück ist aufgebaut und trägt ein Gefühl von Gewicht und Raum.
Nach dem Fall des sowjetischen Regimes begann er unabhängig zu arbeiten und wechselte von öffentlichen, staatlich beauftragten Fresken zu intimeren Leinwandarbeiten. Während sich der Maßstab änderte, blieb sein materieller Ansatz derselbe.
Farbe wird nicht einfach aufgetragen – sie wird geschabt, gedrückt und geschichtet, wodurch dichte, taktile Oberflächen entstehen. Seine Arbeiten balancieren Kontrolle mit Unvorhersehbarkeit.
Rückblickend beschreibt Kašauskas seinen frühen künstlerischen Antrieb als Suche nach „einem helleren, ansprechenderen Leben“, geprägt von einer Zeit, in der Kunst eine besondere kulturelle Rolle spielte.
Heute sieht er Kreativität als etwas, das für alle offen ist – nicht nur für Künstler, sondern für jeden, der sein Leben mit Absicht gestaltet.
Landschaft bleibt ein konstanter Bestandteil seiner Arbeit. Oft malt er im Freien und schöpft aus der Energie des Ortes und der gemeinsamen kreativen Erfahrung. Selbst in der Abstraktion ist die Natur noch präsent – reduziert auf Rhythmus, Form und Raum.
Für Kašauskas ist jedes Gemälde letztendlich eine Abstraktion.
Mitglied der Litauischen Künstlervereinigung
Dieser Künstler wurde vom Ministerium für Kultur der Republik Litauen anerkannt
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Dieses Gemälde von Arvydas Kašauskas mit dem Titel "Užupio Motyvas" zeigt eine lebendige und strukturierte Ansicht einer Landschaft. Der Vordergrund wird von leuchtenden Rot- und Rosatönen dominiert. Darüber erhebt sich eine Ansammlung von Gebäuden, die in einem Mosaik aus Rot, Weiß und Blau gemalt sind. Äste von kahlen Bäumen ziehen sich durch die obere Hälfte der Leinwand und sind in dunklen Tönen gehalten, die einen starken Kontrast zum bunten Hintergrund bilden. Kašauskas verwendet dicke, kräftige Pinselstriche, die dem Gemälde eine reiche Textur verleihen. Jeder Farbbereich ist deutlich, was einen Patchwork-Effekt erzeugt, der das Auge fesselt. Dieser Stil verleiht der Szene ein dynamisches, fast chaotisches Gefühl, das vielleicht den lebhaften Geist des Stadtteils Užupis widerspiegelt. Die Verwendung lebendiger Farben und die grobe, expressive Technik sind charakteristisch für einen Maler, der keine Angst hat, seine Pinselstriche sichtbar zu lassen, was der Szene Tiefe und Bewegung verleiht. Dieses Werk ist sowohl ein visuelles Fest als auch ein hervorragendes Beispiel für modernen Expressionismus, bei dem Emotion und Atmosphäre über detaillierten Realismus stehen.




















