Kunstwerk im Raum
Daiva Margienė ist eine Künstlerin, deren kreativer Prozess sich auf die Erforschung des Geheimnisvollen und des Sakralen konzentriert. Sie schätzt die offene, intuitive Interaktion mit ihren Sinnen und erklärt, dass ein Großteil ihrer Inspiration aus plötzlichen Einsichten stammt. Margienė betrachtet die physische Darstellung in ihren Werken als flüchtigen Schmuck – etwas, das sich kontinuierlich über Zeit und Raum verändert. Dennoch bleibt die zentrale Botschaft bestehen, während sich die Verbindungen der Betrachter zu diesen Bildern verschieben.
In den letzten zehn Jahren, einer besonders aktiven Phase in ihrer Malerei, hat Margienė ihre eigene Entwicklung als Künstlerin miterlebt. Ihre Untersuchung ist zutiefst philosophisch und konzentriert sich auf das Verhältnis zwischen dem Greifbaren und dem Unstofflichen, zwischen materiellen und immateriellen Bereichen. Durch ihre künstlerische Praxis sucht sie, die innere Landschaft zu erforschen und die tiefere Bedeutung aufzudecken, die ihrer Meinung nach jenseits des äußeren Erscheinungsbildes existiert.
Margienės Werke finden eine feine Balance zwischen figurativer Darstellung und Abstraktion und etablieren eine unverwechselbare visuelle Sprache. Sie verwendet ausdrucksstarke, selbstbewusste Pinselstriche, um Formen zu schaffen und aufzulösen, und ermutigt das Publikum, vertraute Formen zu erkennen, bevor sie in die Abstraktion zurückweichen. Dieses sich verändernde Zusammenspiel hält die Betrachter engagiert und fordert ständig ihre Wahrnehmungen und Erwartungen heraus.
Am Ende betrachtet Margienė den Betrachter als unverzichtbar für die Interpretation ihrer Werke. Sie führt das Publikum dazu, sich auf Intuition und die Ausdruckskraft der Farbe zu verlassen, wodurch jede Assoziation in die nächste übergeht. Auf diese Weise wird jedes Gemälde zu einer einzigartigen Entdeckungsreise, deren Bedeutung durch die aktive Teilnahme und Offenheit des Betrachters für das, was über das Offensichtliche hinausgeht, enthüllt wird.




















