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Inga Dambrauskienė

Inga Dambrauskienė(93)

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Inga Dambrauskienė, eine litauische Künstlerin, ist bekannt für ihren unverwechselbaren und leicht erkennbaren künstlerischen Stil. Ihre Gemälde sind geprägt von stilisierten, fast primitivistischen Figuren, die häufig mit geschlossenen Augen und nach oben zum Himmel gerichteten Gesichtern dargestellt werden. Dambrauskienės Kunstwerke beschäftigen sich mit tiefgründigen Themen, die sich auf die inneren Erfahrungen und emotionalen Landschaften der Menschen konzentrieren, insbesondere auf deren Interaktionen und Verbindungen miteinander. Sie beschreibt das Malen sowohl als ihre Leidenschaft als auch als eine Form des persönlichen Dialogs – Kunstwerke, die "für sich selbst sprechen" und die Tiefen ihres inneren Lebens enthüllen.

Die Figuren, die in ihren Arbeiten erscheinen, sind oft in Zuständen tiefer Konzentration, Meditation oder Gebet dargestellt. Manchmal sind mehrere Figuren präsent, vereint in einer gemeinsamen emotionalen Intensität oder Erfahrung. Durch symbolische Elemente, rhythmische Farbschemata und naiv stilisierte Formen versucht Dambrauskienė, das Unsichtbare auszudrücken – die inneren Zustände und Verbindungen, die oft verbaler Ausdrucksweise entgehen. Ihr künstlerisches Vokabular ist sowohl meditativ als auch stark introspektiv.

Dambrauskienė begann ihre künstlerische Karriere formal im Jahr 1989, als sie das Atelier des Malers Rimantas Bičiūnas besuchte, wo sie die Grundlagen der Malerei erlernte und an Gruppenausstellungen teilnahm. Zwischen 1991 und 1996 studierte sie an der Vilnius Academy of Arts und bildete sich als Künstler-Pädagogin unter der Leitung von Prof. Giedrius Kazimierėnas aus. Nach Abschluss ihres Studiums verbrachte sie mehrere Jahre mit dem Unterrichten von Kunst, bevor sie sich auf Grafikdesign und visuelle Werbung konzentrierte.

Heute fördert Inga Dambrauskienė weiterhin ihre Liebe zur Kunst durch Bildung. Sie unterrichtet an einer Privatschule und gründete vor fünf Jahren das Erwachsenen-Kunststudio PIEŠIU MEDITUOJU (ICH MEDITIERE), das akademischen Kunstunterricht mit therapeutischen Ansätzen verbindet. Dambrauskienė präsentiert ihre Kunstwerke häufig in Litauen, unter anderem in der Pylimo Galerie und der Kirche der Jungfrau Ramintojos. Ihre Werke befinden sich in Sammlungen innerhalb Litauens sowie international, in Ländern wie Kanada, Polen und Italien. Im Jahr 2015 wurde ihr Gemälde "Tulpen" bei einer Auktion im Vilnius House versteigert, deren Erlös der Renovierung des Umiastowski-Palastes zugutekam.

Über dieses Kunstwerk+

Das Gemälde zeigt eine ruhige und mystische Wasserlandschaft unter dem Einfluss eines großen, leuchtenden Vollmonds, der den Himmel mit seiner blassen gelben Aura dominiert. Der Mond wirft einen reflektierenden Pfad auf das dunkle, ruhige Wasser darunter, der zu einer einsamen Figur führt, die auf einem kleinen, runden Floß steht. In einem fließenden Kleid gehüllt, scheint diese Person nachdenklich auf das Wasser zu blicken und hält einen langen, schlanken Stock zum Navigieren des Floßes. Neben dem Floß steht eine weitere ruhige Figur im Wasser, die eine geisterhafte Präsenz in weißer Kleidung verkörpert und der Szene ein ätherisches Gefühl verleiht. Der Vordergrund ist durch einen strukturierten Streifen aus strahlendem Gold gekennzeichnet, der eine reiche, wenn auch obskure Küste andeutet, die im Kontrast zum dunklen, bedrohlichen Wasser und dem sanften, bewölkten Himmel steht und ein Gefühl tiefer Ruhe vermischt mit Geheimnis evoziert.