Kunstwerk im Raum
Loreta Zdanavičienė, geboren am 11. März 1962 in Tauragė, Litauen, ist eine angesehene Künstlerin und Kunstpädagogin. Sie schloss 1988 ihr Studium an der Fakultät für Bildende Kunst der Vilnius Kunstakademie ab und legte damit den Grundstein für ihren einzigartigen künstlerischen Ausdruck. Seit 1990 hat Loreta an zahlreichen Kunstausstellungen teilgenommen, sowohl einzeln als auch in Gruppen, mit ihren Gemälden, die in 21 Einzelausstellungen und über 100 Gruppenausstellungen präsentiert wurden. Ihre Werke sind in privaten Sammlungen sowohl in Litauen als auch international enthalten, was ihre breite Anziehungskraft und Anerkennung belegt.
Seit 2002 ist sie Mitglied des Verbands der litauischen Künstler und hat ihr Engagement und ihren Einfluss innerhalb der nationalen Kunstgemeinschaft weiter verstärkt. Loreta wird nicht nur für ihre kreativen Leistungen anerkannt, sondern auch für ihre Sensibilität und innovativen Techniken in der Kunst. Loreta wird häufig als Malerin charakterisiert, deren Werke den Betrachter überraschen und fesseln, insbesondere durch ihre einzigartige Methode, antike bestickte Textilien als Leinwände für ihre Gemälde zu verwenden.
Loretas Erkundung bestickter Leinen begann 2002, als die Ausstellung „Briefe an die Vergangenheit“ in der St. Johannesstraße Galerie ihre Gemälde auf vintage besticktem Stoff erstmals enthüllte. Ihre tiefe Ehrfurcht vor historischen Artefakten durchdringt konsequent ihre Kunst, egal ob sie physische Objekte interpretiert oder direkt auf diesen abgenutzten Textilien malt. Ihre Kompositionen beinhalten oft Darstellungen von Pflanzen, Blumen und gemusterten Stoffen – Motive, die sie sorgfältig aufgrund ihrer historischen und visuellen Bedeutung auswählt. Jedes Gemälde wird sorgfältig über die ursprüngliche Stickerei geschichtet, wobei das Erbe des Stoffes bewahrt und nahtlos ihre eigene künstlerische Perspektive integriert wird.
Die Geschichten, die in diesen bestickten Stoffen verwoben sind, sind wesentliche Elemente in Loretas Kunst und bieten tiefgreifende persönliche und kulturelle Resonanz. Indem sie auf handgefertigten Textilien arbeitet, erweitert sie die Geschichten, die diese Stoffe enthalten, geleitet von ihren inhärenten Farben und Motiven. Ihre Serie „Bestickte Geschichten“ hebt nicht nur die Kunstfertigkeit von Frauen und die Traditionen der Mitgifttextilien hervor, sondern erinnert auch an die alten litauischen Sutartinės – polyphone Harmoniegesänge. Wie die Kunsthistorikerin Rita Mikučionytė anmerkt, verwendet Loreta ihre „Malstimme“, um symbolisch mit den ursprünglichen Schöpfern der Stickerei zu singen und zeitgenössisches Leben und Interpretation in das bleibende Erbe der Textilkunst zu bringen.
Mitglied der Litauischen Künstlervereinigung




















