Voldemaras Valius, ein litauischer Maler, wurde 1955 in Šilutė geboren. Seine ersten Schritte in der Kunst machte er an den Abendkursen der Klaipėda Kinderkunstschule, wo Künstler wie Algirdas Taurinskas, Vidas Pinkevičius und Angelas Gabrielaitis eine bedeutende Rolle in seiner Ausbildung spielten. Valius knüpfte enge Bindungen zu seinen Lehrern und besuchte oft deren Ateliers nach dem Unterricht. Diese Besuche trugen nicht nur zu seiner technischen Entwicklung bei, sondern dienten auch als wichtige Quellen kreativer Inspiration, die seine künstlerische Richtung prägten. Eine besonders wichtige Figur in seiner Reise war Valdas Antanas Gurskis, ein Maler aus Vilnius, der Valius motivierte, sich der Malerei zu widmen.
Seit 1983 ist Valius aktiv in der Kunstgemeinschaft tätig, organisiert eigene Ausstellungen und nimmt an Gruppenausstellungen teil. Als Mitglied des litauischen Verbands der Volkskünstler pflegt er eine enge Verbindung zum lokalen künstlerischen Erbe. Neben seiner Arbeit auf Leinwand umfassten seine früheren Bestrebungen auch die Schaffung von Wandmalereien und Glasmalerei, obwohl diese Werke leider nicht erhalten geblieben sind. Heute sind Valiaus Gemälde in privaten Sammlungen in Europa, den Vereinigten Staaten und Australien zu finden, was die weitreichende Anerkennung seines unverwechselbaren künstlerischen Ansatzes belegt.
Valius zeichnet sich durch seine Fähigkeit aus, Werke zu schaffen, die Fenster zu privaten, imaginären Bereichen öffnen. Er verwendet Öl auf Leinwand, um magische, märchenhaft inspirierte Welten zu erfinden, und verbindet zielgerichtete Kreativität mit den Ausdrücken seines Unterbewusstseins. Sein Einsatz von lebendigen, tiefen Farben, komplexen dekorativen Pinselstrichen und stilisierten Figuren bildet Szenen, die Geschichten erzählen, in denen alles möglich scheint. In seinen Gemälden wohnen sanfte Zauberer, Engel und andere himmlische Wesen, deren Präsenz der Kunst eine Aura von Gelassenheit, Wohlwollen und Licht verleiht und jede Komposition mit Optimismus und Zartheit erfüllt.
Die Natur steht im Mittelpunkt von Valiaus künstlerischer Vision und findet ihren stärksten Ausdruck in seinem bevorzugten Genre – der Landschaftsmalerei. Er destilliert das Wesen der natürlichen Welt in symbolische Formen und poetische Stimmungen und präsentiert Landschaften, die nicht nur Darstellungen, sondern auch Transformationen sind, die durch seine individuelle Perspektive geprägt sind. Dieser Ansatz zielt darauf ab, die Harmonie zwischen Menschheit und Natur zu beleuchten. Obwohl seine Arbeiten surrealistische und symbolische Elemente erkunden, sind sie tief in der Ästhetik litauischer Volks- und naiver Kunst verwurzelt. Valiaus Ansatz zur Malerei ist durch Authentizität und Direktheit gekennzeichnet, was zu einem lebendigen und erhebenden Werk führt, das eng mit seinem kulturellen Erbe verbunden bleibt.
Mitglied der Litauischen Volkskünstlervereinigung




















