

Über den Künstler
Ich wurde 1990 in Šilutė in eine künstlerische Familie geboren – mein Vater ist Maler und Keramiker, meine Mutter malt Volkskunstwerke mit dem Motiv des Lebensbaums. Diese Wurzeln prägten meine Liebe zur alten Geschichte und zur Malerei.
Ich habe Visuelle Künste an der Universität Klaipėda studiert und mich auf Malerei spezialisiert. Ich habe an Gruppenausstellungen, Performances und Kunstprojekten im Austausch sowohl in Litauen als auch im Ausland teilgenommen. Nach meinem Studium gründete ich die Keramikmarke Monai Studio, in der ich zeitgenössische Keramiken inspiriert von Folklore schuf und sie auf internationalen Ausstellungen und Kunstmessen präsentierte.
Obwohl ich umfangreiche Arbeiten im Bereich Keramik geschaffen habe, ist die Malerei immer ein untrennbarer Teil meines Lebens geblieben. In den letzten Jahren arbeite ich in meinem Malstudio, wo ich philosophische Konzepte erkunde, mit Techniken experimentiere und neue Formen suche, um Ideen zu verkörpern. Bei der Schaffung abstrakter, meditativer Gemälde suche ich nach einem Gefühl der Verbindung mit meiner Umgebung und mit anderen. Ich erforsche intensive Empfindungen und frage mich, ob sie universell sind und ob ich einen gemeinsamen Nenner finden kann, um ein gemeinsames Erlebnis zu schaffen. Ich fühle mich zur Phänomenologie, Dualismus und symbolischem Denken hingezogen – Wege, wie wir unsere persönliche Realität unter dem Einfluss sowohl der Umwelt als auch der Konstrukte des Geistes gestalten. Malerei ist für mich mehr als das Auftragen von Farbe auf eine Fläche. Es ist Experimentieren, tiefes Zuhören, Beobachtung und Staunen. Der Prozess wird mit dem Leben selbst verwoben – ich male, während ich lese, schaue, spreche, mich erinnere und fühle. Es ist ein lebendiger, wachsender und sich ständig verändernder Akt, geboren aus Gedanken, Erfahrungen und dem Wunsch, das, was ich erlebt habe, zu teilen.
Ich schaffe meine meditativen abstrakten Gemälde, indem ich verschiedene Techniken kombiniere – das Gießen und Spritzen von Acrylfarben, das Auftragen von dicker Acrylfarbe mit Pinseln, Schwämmen, Malmessern oder Walzen und das Gravieren feiner Linien mit einem pigmentierten Bleistift. Ich strebe nach Lebendigkeit, Tiefe der Textur und Kontrast zwischen feinen Details und großen bemalten Flächen. Ich suche nach einem Gleichgewicht zwischen Spontaneität und kontrollierten Gesten und wähle Farben sorgfältig aus, um Emotionen auszudrücken. Ich male langsam, in Schichten, und lasse Raum, um allmählich zu vertiefen und Gestalt anzunehmen. Ich entdecke den Rhythmus und die Harmonie des Werkes. Ich wähle ungrundierte Leinwand oder natürlichen Leinen, um die Textur zu betonen, und lasse das Gemälde atmen, ohne es mit einer dicken Schicht Lack zu überziehen. Die matte, strukturierte Oberfläche fügt eine neue ästhetische Dimension hinzu – ein Gefühl von Fülle.